Der Waschbär
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Ursprünglich in Nord- und Mittelamerika beheimatet, kommt der Waschbär heute u.A. fast in ganz Deutschland vor. Besonders wohl fühlt er sich dort, wo es viele alte Eichen, klare Waldbäche und vielleicht sogar noch Streuobstwiesen gibt. Aber auch in Siedlungen und Städten sind Waschbären bereits anzutreffen. Besonders dort, wo sie in großer Anzahl auftreten, sind sie nicht immer gerngesehene Gäste. Waschbären klettern hervorragend und haben schon manchen Dachboden oder die Zwischendecke unversehens in eine „Bärenhöhle“ verwandelt.
Mit den eigentlichen Bären , wie z.B. Braun- oder Eisbären haben sie verwandtschaftlich kaum etwas zutun. Eher dann schon mit den Nasenbären aus Südamerika, oder den Wickelbären. Der Name führt hier oft zu Missverständnissen.
Das Gerücht, der Waschbär wäre ein griesgrämiger Einzelgänger, hält sich leider immer noch hartnäckig. Dabei sind Waschbären, im Gegenteil eigentlich sehr gesellige Tiere, die im Familienverband (Fähen), oder oft in Zweiergemeinschaften (Rüden) leben.
Waschbären sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie ernähren sich u.A. von Obst, Nüssen, Getreide, Insekten, Eiern, Fischen und Mäusen. Kurz und gut, von allem, was ihr Lebensraum und die Jahreszeit ihnen so zu bieten haben. In Siedlungen plündern sie auch schon mal Müllsäcke oder Komposthaufen.
